Taschengeldbörse

             Dialog der Generationen!

                               -

        Ein guter Weg für ein besseres
                      
                       Miteinander!

 

1. Kurzkonzept

1.1 Hilfe für Bürgerinnen und Bürger – Jobs für Jugendliche
Das VG Kinder- und Jugendbüro stellt, in Kooperation mit Vertreter/innen des Seniorenbeirates, Kontakte für kleinere Hilfstätigkeiten in Haus und Garten her. Die Kontakte werden zwischen Jobsuchenden (Schüler/innen im Alter von 15 bis 18 Jahren) und Jobanbietern (Bürger/innen ) in der Verbandsgemeinde Bodenheim vermittelt.
Mit der Nutzung dieses Angebotes machen sich die Bürger/innen nicht nur das Leben etwas angenehmer, sondern kommen auch mit netten jungen Menschen aus Ihrer Nachbarschaft in Kontakt. So ermöglichen sie diesen ein gewisses Maß an sozialem Engagement.
Die Taschengeldbörse möchte nicht einfach nur Jugendlichen eine Tätigkeit vermitteln, sondern ganz bewusst den Kontakt zwischen Alt und Jung herstellen. Das gegenseitige Interesse und das Verständnis zwischen den Generationen soll gefördert werden.
So werden Brücken zwischen beiden Seiten gebaut: Senioren, Familien und Berufstätige, die Hilfe bei kleinen Arbeiten benötigen und Jugendliche, die Jobs suchen, um ihr Taschengeld aufzubessern. Ein guter Weg für ein besseres Miteinander und einen Dialog der Generationen!
Eine Teilnahme ist nur für Bürger/innen und Jugendliche der VG Bodenheim möglich.
Dabei sind die Teilnahme- und Nutzungsbedingungen (siehe Punkt 2) zu beachten.

1.2 Ausgeführt werden Tätigkeiten wie

  • Einkaufen
  • Rasen mähen
  • Straße kehren
  • Computerhilfe
  • Unterstützung im Haushalt
  • Versorgen von Haustieren
  • Begleitdienste
  •   …

Wir vermitteln engagierte und zuverlässige Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren in die angegebenen und weitere Tätigkeiten.

    1.3 Vergütung und Kosten
    Das empfohlene Taschengeld beträgt 5,00 Euro pro Stunde. Ein anderer Taschengeldsatz kann individuell zwischen Jobanbieter und Jugendlichem vereinbart werden. Für die Vermittlung des Angebotes durch die Taschengeldbörse entstehen keine Kosten.


    2. Teilnahme und Nutzungsbedingungen

    2.1 Rahmenbedingungen
    Die Taschengeldbörse richtet sich an Jugendliche (15 -18 Jahren) und Bürger/innen.
    Jobanbieter sind Privatpersonen, die einfache, ungefährliche und unregelmäßige Arbeiten zu verrichten haben. Es sind Tätigkeiten, die keine besondere Qualifikation erfordern und in der Regel im Wohngebiet der Schülerinnen und Schüler ausgeführt werden.
    Taschengeldjobs haben einen klaren zeitlichen Rahmen und sollten höchstens zwei Stunden pro Einsatz dauern. Die wöchentliche Arbeitszeit soll zehn Stunden nicht überschreiten.

    2.2  Ablauf

      1. Anmeldung
        Sowohl Jobanbieter und Jugendlicher füllen den jeweils entsprechenden Anmeldebogen aus und geben diesen im VG Kinder- und Jugendbüro ab. Bei Minderjährigen müssen die Sorgeberechtigten den Anmeldebogen ebenfalls unterschreiben.

      2. Vorstellungsgespräche
        Um sowohl den Jugendlichen als auch den Jobanbietern größtmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit zu bieten wird, mit allen Interessenten ein kurzes Vorstellungsgespräch geführt. Nach Eingang des Anmeldebogens nimmt das VG Kinder- und Jugendbüro oder der Seniorenbeirat Kontakt zu den Interessenten auf.

      3. Übermittlung der Kontaktdaten bei Übereinstimmung
        Wenn es zu einer Job-Übereinstimmung kommt, werden dem Jugendlichen und dem Jobanbieter die entsprechenden Kontaktdaten weitergegeben.

      4. Durchführung des Jobs
        Der Jobanbieter und der Jugendliche nehmen Kontakt auf und vereinbaren, wann, wie,  wo und zu welchem Taschengeldsatz der Job durchgeführt werden soll.

      5. Bewertung
        Nach einem beendeten Job können beide Parteien ihre Zufriedenheit ausdrücken. Einfach den Bewertungsbogen ausfüllen und   im VG Kinder- und Jugendbüro abgeben.

      2.2 Sicherheit
      Um eine möglichst große Sicherheit aller zu erreichen, werden mit allen an der Taschengeldbörse Beteiligten, Gespräche geführt. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen, kann die Zulassung von der Koordinierungsstelle verweigert werden. Sollte es während eines Jobs dennoch zu Sach- und Personenschäden oder kriminellen Handlungen  kommen, muss sich die betroffene Person selbst direkt an die zuständigen Stellen (z.B. Polizei, Versicherung) wenden.
      Das VG Kinder- und Jugendbüro und der Seniorenbeirat sind lediglich die Koordinierungsstelle der Taschengeldbörse und übernehmen keinerlei Haftung. Die Koordinierungsstelle ist jedoch zu informieren, damit betreffende Personen nicht weiter vermittelt werden.

      2.3 Rechtliche Voraussetzungen
      Das VG Kinder- und Jugendbüro dient als Koordinationsstelle.
      Die rechtliche Beziehung besteht ausschließlich zwischen Jobanbieter und Jobber.
      Die Taschengeldbörse kann weder garantieren, dass es für angebotene Jobs Abnehmer gibt, noch dass jedem Jugendlichen ein Job vermittelt werden kann. Die Taschengeldbörse kann auch nicht dafür garantieren, dass individuelle Absprachen zwischen Anbieter und Jobber eingehalten werden, oder dass Jobs zur Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt werden. Schwierigkeiten dieser Art sind direkt zwischen Anbieter und Jugendlichem zu klären.
      Das VG Kinder- und Jugendbüro und der Seniorenbeirat können hier lediglich unterstützend arbeiten.

      2.4 Haftpflicht- und Unfallversicherung
      Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse sind über die privaten Haft- und Unfallversicherungen der Beteiligten (bzw. der Eltern) abgesichert.
      Bei der Aufnahme wird darauf geachtet, dass eine private Haftpflicht- und evtl. eine Unfallversicherung (über die Eltern) vorhanden ist, da ansonsten für evtl. versicherungsrelevante Schäden keine Versicherung besteht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Jobanbieter, die Jobber zu versichern. Ein Versicherungsschutz über die Taschengeldbörse besteht nicht.

      2.5 Jugendarbeitsschutzgesetz
      Grundsätzlich ist die Beschäftigung von Kindern verboten. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, sich das Taschengeld aufzubessern. Kinder ab 13 Jahren dürfen mit Einwilligung der Eltern eine Reihe von Tätigkeiten ausüben, soweit die Beschäftigung für Kinder geeignet ist.
      Nach § 2 Kinderarbeitsschutzverordnung sind dies: Austragen von Zeitungen/Prospekten, Engagement im Sportverein bzw. gemeinnützigen Einrichtungen, Babysitting, Botengänge, Nachhilfeunterricht, Betreuung von Haustieren u.a.
      Bei allen Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse muss es sich deshalb um geringfügige Hilfeleistungen handeln, welche gelegentlich aus Gefälligkeit erbracht werden (vgl. §1 Abs. 2 JArbSchG). Die Beschäftigung muss leicht sein und darf ausschließlich an Werktagen (Montag bis Samstag) zwischen 8.00 Uhr und 18 Uhr verrichtet werden. Die Beschäftigungszeit darf nicht vor und während des Schulunterrichts liegen. Damit die Entwicklung und die schulischen Leistungen der Jugendlichen nicht gefährdet werden, müssen gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenzen beachtet werden.
      Bei Schülern unter 15 Jahren und noch vollzeitschulpflichtigen Jugendlichen ist eine Beschäftigung grundsätzlich verboten. Hier gilt aber die Ausnahme, dass sie ab 13 Jahren mit Einwilligung der Eltern grundsätzlich zwei Stunden am Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten können.

      2.6 Sozialversicherungspflicht
      Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse sind nicht als versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im sozialversicherungsrechtlichen Sinne zu beurteilen, wenn keine persönliche Abhängigkeit von einem Arbeitgeber gegeben ist (vgl. § 7 Abs. 1 SGB IV).
      Kommt z. B. aufgrund einer regelmäßigen Verpflichtung des Schülers ein
      Beschäftigungsverhältnis zustande, muss der Auftraggeber – neben anderen dann entstehenden Pflichten – auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Bitte beachten Sie die Hinweise der Minijobzentrale:
      http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/node.html

      2.7 Besteuerung
      Die Einkünfte sind für die Jugendlichen nicht steuerpflichtig, solange sie mit ihren Gesamteinkünften unter dem aktuellen Grundfreibetrag von 8.354,- Euro im Jahr (Stand 2015) bleiben (vgl. § 32a Abs. 1 Ziffer 1 EStG).
      Da sie unter die Kleinunternehmerregelung fallen, sind Jobber von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie nicht mehr als 17.500 Euro jährlich umsetzen (vgl. § 19 UStG).

      2.8 Bezug von Sozialleistungen
      Jobber, die selbst oder deren Familien Sozialleistungen (SGB II, BAföG, ALG II, Hartz IV, Wohngeld, etc.) beziehen, müssen unter Umständen das erzielte Einkommen beim zuständigen Träger angeben. Bitte setzen Sie sich ggf. mit dem zuständigen Leistungsträger in Verbindung.

      2.9 Datenschutz
      Die Daten der an der Taschengeldbörse Beteiligten werden von der Koordinierungsstelle nur verschlüsselt weitergegeben. Bei der Anmeldung werden die Teilnehmer über die Datenschutzbestimmungen informiert. Eine Datenschutzerklärung ist zu unterschreiben.

      Kontakt

      Kinder- und Jugendbüro der VG Bodenheim

      Am Dollesplatz 1
      55294 Bodenheim

      Tel: (06135) 72 -132
                         72 -152

      E-Mail:  jugendbuero@vg-bodenheim.de